Montag, 22. Mai 2017

Entrümpeln Aufgabe 11: Besteck

Besteck entrümpeln. Sagt Doreen. Das ist eine gute Idee. Und gleich mal den Besteckkasten sauber machen... Vorher:
Das ist der eigentliche Besteckschubkasten


und der andere Schubkasten daneben:


Frau Kondo schreibt in ihrem Buch Magic cleaning, dass man alle Gegenstände aus dem Fach nehmen soll, damit man sie richtig sieht, quasi die Menge ordentlich registriert und sich Stück für Stück entscheidet, ob "der Gegenstand mich glücklich" macht.


Mh...., macht mich Besteck glücklich? Kann einen Besteck überhaupt glücklich machen? Was soll denn das sein? Was mag das heißen? Aber während ich da noch so drüber nachdenke und den Berg Besteck auf dem Küchenschrank betrachte, weiß ich es plötzlich. Ja, das obere Küchenmesser z.B. macht mich glücklich!


Es ist scharf und liegt richtig gut in der Hand. Es hat eine fröhliche Farbe. Mein Liebling. Ob das Messer davon etwas spürt, wenn ich es benutze? Der Zwilling unten macht mich im Gegensatz dazu nicht glücklich. Der hat diese verbogene Spitze, keine Ahnung, wer damit mal eine Flasche geöffnet hat oder ähnlichen Blödsinn. Der muss weg - oder in "Reparatur".


Neben der Glücksfrage habe ich mir bei jedem Gegenstand die praktische Frage gestellt, ob ich ihn brauche, doppelt oder fünffach besitze und ob er funktioniert. Und nun ist das alles aussortiert:


Neee, das alles macht mich nicht glücklich! Diese Teile dürfen zum Teil auf's Flohmarktbrett und zum Teil in die Flüchtlingshilfe. Nur drei Stücke wandern in die Mülltonne, weil sie ihr Leben hinter sich haben.
Nachher:


Und auch der zweite Schubkasten ist wieder gut bestückt:


Das eigentliche Besteck ist fast alles noch da. Wir brauchen unser Besteck. Wenn Besuch da ist, möchte ich die vielen Messer, Gabeln, Löffel nicht missen. Und ich mag dieses Besteck. Das hat mir meine Oma geschenkt als ich junge Hausfrau war. Bisschen kratzig ist es schon. Aber es wird mich vermutlich bis an mein Lebensende glücklich machen.
Aber ich besitze sooo viele kleine Tütenverschlüsse, wie kein Mensch je im Leben brauchen kann. Fünf behalte ich, die anderen werde ich mal auf unserem Flohmarktbrett unter's Volk bringen... :-)


In der Speisekammer habe ich noch eine Schachtel mit "Camping-Besteck". Da nehme ich aber nichts raus, sondern habe jetzt ein paar im täglichen Gebrauch nicht benötigte Teile reingelegt. Als ich neulich gelesen habe, dass Susanne eine "Geschirr-Verleih-Station" im Keller hat, bin ich ins Grübeln gekommen. Sowas sollte ich auch  haben. Das Ersatz-Besteck bleibt hier.
Auf's Verschenkebrett ging dafür ein Kurzzeitwecker:


Besonders schwer habe ich mich getan, zu entscheiden, ob diese Messerbänkchen mit glücklich machen. Die Antwort lautete "ja". Denn da hängt eine wirklich nette Erinnerung dran. Darum bleiben sie hier.


Und noch völlig unklar ist der Verbleib dieser Teile:


Das ist das silberne Kinderbesteck, das ich zur Taufe bekommen habe von meiner Patentante. Das Messer ist abgebrochen. Und ein paar silberne Moccalöffel - braucht kein Mensch. Aber wohin damit? Silberankauf? Ebay? Antiquitäten? Das sind Entscheidungen und Taten, die halten beim Entrümpeln ganz schön auf! Schiebe ich noch ein bisschen vor mir her. Obwohl das Frau Kondo im Einzelunterricht sicher nicht gelten lassen würde! *lach*
Jetzt noch der proppevolle Keramiktopf mit dem Kochbesteck. Der steht am Herd und der Topf allein macht mich glücklich - Waldenburger Keramik


Aussortiert habe ich 5 Teile wegen "doppelt" oder "ungenutzt" und teilweise sind die auch echt "dran"...


Das hätte ich nicht gedacht, ich glaubte vorher, ich brauche mein ganzes "Besteck". Der Post darf deshalb zur 1000-Teile-raus-Party bei Frau Augenstern. Entrümpelt habe ich 47 Teile. Interessant. Wie viele Teile mag ich wohl wieder reingeräumt haben in die Schubkästen? Das habe ich leider nicht gezählt! Und das Silber bleibt noch "offen".


Entrümpelungserfolg 2017 - 271 Teile
47 Besteckteile und sonstiger Schubkasteninhalt
25 Schablonen, Muster, Nähanleitungen
10 Putzmittel
12 Lebensmittel
6 Flaschen alkoholische Restbestände
12+46 Kleidungsstücke
Tassen
21+9 verfallene Medikamente+Kleinkram
6 Töpfe und Pfannen
21 Kosmetikartikel und sonstiger überflüssiger Kram aus dem Bad
32+1+1 Socken/Strumpfhosen/Leggings - einzeln bzw. als Paar
14 +1 Kartons

Kommentare:

  1. ...ich glaube ich spinne, ich fange auch schon an, meine Fächer zu entrümpeln. Da ich von dieser Aktion schon auf anderen Blogs gelesen habe, bin ich angesteckt. Ich werde berichten ...

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  2. Doch, gewisses Besteck MACHT GLÜCKLICH, weil es geliebt wird UND gebraucht! Und solche einen Kochbesrteck-Topf steht auch bei uns in der Küche.
    Im übrigen: mein (Koch-)Ami wollte mal Catering-Service machen und hat Geschirr- und Besteck (alles zueinander passend!) für......150 Leute !!!!! (Soviel dazu!) Zum Glück eingelagert im Keller.
    Und da darf ICH nicht dran zum Aussortieren!
    LG Doris :o)

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  3. Vielleicht ist es auch besser so, dass du nicht gezählt hast. *gg* Aber Respekt zu den 47 Teilen weniger!
    Beim Besteck geht es mir ähnlich. Das ist das alte Besteck von meiner Lieblingsoma. Eigentlich bräuchten wir ein neues, aber ich mag es einfach nicht weggeben bzw. wegwerfen.
    LG, Rike

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  4. Hihi, ich habe mein "überzähliges" Besteck meinem ausziehendem Sohn mitgegeben. Aber im Keller horte ich Geschirr, Gläser, Besteck usw. meiner Schwiegermutter. Wenn wir mal richtig gr0ß Besuch bekommen (20 oder mehr Personen) wird es aus dem Keller geholt und am nächsten Tag wieder runtergebracht. Ich brauche mir wenigstens nichts zu leihen.
    Eine "Schubladenleiche" habe ich ohne das ich gucken muss: eine Geflügelschere die wir zur Hochzeit bekommen haben und seit damals (37 Jahre) sage und schreibe 2 mal gebraucht haben. Ich werde sie in den Keller bringen......
    Zwei Messer mit verbogener Spitze besitze ich auch. Ein Käsemesser und ein Gemüsmesser (mein Lieblingsmesser).
    Liebe Grüße, Inge

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  5. Bei dieser Aktion könnte ich wohl nie mitmache. Aber Besteck macht definitiv glücklich, vor allem streiten wir uns hier immer um die Löffel (wir mögen die mit einem etwas rundlicheren Mundstück, nicht diese riesigen Oschis), die Gabeln (lange oder kurze Zinken) und sogar um die Messer (die eine will die einfachen, die andere bevorzugt den verzierten Griff).

    Nana

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  6. Oh Besteck kann seeehr glücklich machen!!
    Ich habe von meiner Oma zur Konfirmation ein Besteck-Set bekommen und das ist aus meiner Sicht absolut perfekt!
    Wir suchen schon seit Jahren danach, denn ich hätte gerne zur Sicherheit noch so ein perfektes Set (man weiß ja nie) aber noch nie haben wir es gefunden....
    Die Firma konnte uns leider auch nicht weiter helfen :-(
    Vielleicht sollte ich mal auf meinem Blog einen Aufruf starten?!?
    :-)
    Mich macht dieses Besteck wirklich glücklich!
    *grins*
    Auch wenn ich es als Konfirmant damals echt doof fand *kicher*
    Susanne

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  7. I think the sorting process is part of the happiness.... it un-clutters the mind as well as the drawers! Christine x

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  8. Auch hier wieder Respekt, die silbernen Teile würde ich wegen Materialwert auch behalten. Aus schönen alten Gabeln kann man kunstvoll Garderobenhaken biegen ... aber geeignete habe ich leider auch nicht. Mit Spülmaschine braucht man ja einen Vorrat, immer mal ist das Messerfach leer, damit beruhige ich mich jetzt mal und schiebe eine Aktion in meiner Schublade auf.
    LG Ute

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  9. Wow 47 Teile. Ich würde aber mit nur Tütenverschlüssen würde ich unglücklich sein. Ich habe bestimmt 40 Stück. Ganz viele davon sind im Gefrierschrank in Benutzung. Wenn ich Brot portionsweise einfriere brauche ich ja bestimmt schon 10 Stück.
    Winkegrüße Larissa

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  10. Mein Besteckfach ist auch recht voll, aber da gibt´s nicht allzuviel, was ich entsorgen würde.
    LG Judy

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  11. Liebe Valomea,
    ich bin immer wieder sprachlos, wie konsequent du ausmusterst.
    Gerade bei dem Schälmesser dachte ich, hey so ein kaputtes habe ich ja auch in der Schublade! :-) Da muss ich wohl noch einmal ran. Danke für den Tipp. :-)
    Vielen Dank auch für die Verlinkung zur „1000 Teile raus“ Linkparty! ♥

    Liebste Grüße aus dem sonnigen Heidelberg,
    Annette

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  12. Hihi, ich bin echt gespannt, ob unser massenhaft vorhandenes Besteck Teile hat, die mich nicht glücklich machen und weg können. Aber das hat ja noch Zeit. Ich muss mich erst mal durch Pfannen (und auch gleich Töpfe) arbeiten. Das wird nicht leicht. Du hast schon mal sehr gut vorgelegt, 47 Teile ist ganz ordentlich!
    Herzliche Grüße
    Marle

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