Montag, 20. November 2017

Oh, es riecht gut...

Dieses Jahr hat es wieder geklappt - wir hatten Backurlaub! Wenn die Tochter und ich losgelassen, auweia.... Einen Abend, einen ganzen Tag und einen halben haben wir gebacken. Als dieses Foto entstanden ist war die Sache schon fast erledigt, vorher konnten wir nicht fotografieren, weil alles klebt! *lach*


Schon die Einkaufsliste war wieder ziemlich abenteuerlich und ging los mit: "10 Stück Butter...." Meine Güte! Zum Glück essen wir das nicht alles allein!
Am Ende waren es 17 Sorten, 52 Bleche und 1.599 Plätzchen plus ein gewisser Schwund, der unweigerlich eintritt, wenn Männer das Haus betreten...:-)


Drei neue Sorten haben wir dieses Jahr gebacken. Schneesterne:


Walnussmöndchen - keine Ahnung, wieso die so heißen! Sie erinnern eher an Mond-Monster... aber sie sind oberlecker!


und Witwenküsse:


Mal sehen, ob sich eine dieser neuen Sorten fest etablieren kann neben den alteingesessenen. Und nun sitzen wir grinsend da und freuen uns! Die Plätzchen reifen derweil noch ein bisschen in ihren Dosen - schön weit weg geräumt, damit ihnen vor Dezember nichts Arges widerfährt. Das Tochterkind ist mit leeren Dosen an- und mit gefüllten wieder abgereist. Auch da freuen sich schon Ehemann, Freunde, Arbeitskollegen....

Sonntag, 19. November 2017

Die Sache mit dem Loch...

Ich weiß nicht, wie das kommt. Immer haben meine Shirts vorn am Bauch kleine Löcher. Und am gemeinsten ist, dass es immer ausgerechnet die Lieblingsshirts sind, die dieses Schicksal trifft! Auf meinem Reparieren-Stapel lag das türkisfarbene Shirt, das mich ziemlich glücklich macht. Aber seht Ihr das?


Dieses Shirt hat auf der Vorderseite lauter Dreiecke - gedruckt, gestickt und mit Pailletten appliziert.


Nun gibt's dazu an drei Stellen eine türkisfarbene Stoffapplikation. Ich schwöre mit auf dem Rücken überkreuzten Fingern - das war schon immer so! *lach*


Und dann dieses Drama. Das heißgeliebte Gartenshirt. Es ist so lang, dass es auch mit Leggings angezogen aussieht und wohnt schon viele Jahre bei mir. Nun hatte es an drei Stellen Löcher. Vorne, wo sie immer sind, auf dem Rücken unten und ein "Blattschuss".


Da habe ich lange hin und her überlegt, aber das Shirt macht mich einfach glücklich! Also habe ich es repariert


- auf dem Shirt sind Blättchen gewachsen:


Die Tochter hat derweil zum ersten Mal in ihrem Leben Socken gestopft. Sie strickt sich ja auch immer gern neue, aber an diesen hängt das Herz, der Liebste trägt das Pendent, deshalb wurde gestopft.


Im HerbstHandarbeitsbingo gibt es zwei Kreuze
C3 - etwas für sich selbst machen
C4 - etwas flicken oder reparieren


Und hier zeigen wir Euch noch ganz stolz unsere Reparatur-Stapel:


Links die Tochter (2 Sweatshirts, 1 Sport-Bustier, 1 Slip, 1 Paar Socken, 1 Brillenputztuch-Beutelchen, 1 Gürtel) - rechts mein Stapel ( 2 Röcke, 2 Shirts, 1 Kleid). Mein Flickkorb ist leider nicht leer geworden, aber vielleicht kann ich mir den Enthusiasmus noch ein bisschen erhalten! :-)
Verlinkt wird mit der Reparaturparty von Maria Widerstand

Samstag, 18. November 2017

HerbstHandarbeitsbingo: Heiße Schokolade und Zöpfchen

Wir sind schon die ganze Woche gemeinsam kreativ, tagsüber im Nähzimmer oder in der Küche, abends vor dem Kaminofen mit dem Strickzeug und heißer Schokolade. Die Tochter strickt an einer Mütze,


während ich ein Paar Babysöckchen für Klara gestrickt habe. Klara ist noch nicht auf der Welt, aber fast. :-)


Die Muster haben innen und außen winzige Zöpfchen. Das war nötig für ein Kreuz im HerbstHandarbeitsbingo.


Bei diesem Wetter kommt einem eine heiße Schokolade gerade recht!


Und darum gibt es heute 3 Kreuze auf dem Bingoschein:
B5 - bei heißer Schokolade handarbeiten
C2 - mit anderen gemeinsam kreativ sein und
D5 - Zopfmuster stricken


Damit ist unten quer das zweite Bingo voll!
Gewicht der Söckchen: 14 Gramm
allerdings Zuwachs im Fundus: 150 Gramm Wolle, die mir die Tochter besorgt hat... ts, ts, ts... (ich will Handschuhe stricken - siehe Bingoschein!)

Donnerstag, 16. November 2017

Eine nebelgraue Gretelies

Auf dem Zuschneidetisch steht seit Monden dieser Schuhkartondeckel. Nun habe ich mir die grauen, weinroten und notenbemusterten Reste heraus gesucht, die meine Freundin mal mit den Worten vorbei brachte: "Du kannst da bestimmt noch was draus nähen." ... mmhh... Endlich war sie da, die Idee. Die Stoffe sind Reste eines Quilts und das hier sind die Randabschnitte in unterschiedlichen Breiten:


Da wurde nun eine Gretelies draus. Ich habe dolle drauf geachtet, dass am Boden keine weißen Stoffteile sind.


Aus dem eigenen Fundus kamen lediglich die Henkel und das Innenfutter. Den roten Randstreifen musste ich stoppeln, weil nur schmale Steifen zur Verfügung standen...
Die Gretelies ist ja immer auch eine Wendetasche:


Und so herum ist es ganz klar - nun gibt es ein Kreuzchen im HerbstHandarbeitsbingo im Feld
D2 - etwas Nebelgraues handarbeiten


Das Tochterkind feilt derweil an einer Hülle für den neuen Kalender - wunderschön und sehr kreativ. Wie schade, dass uns diese gemeinsame Zeit so selten gegönnt ist... 

Schnitt: Gretelies
Gewicht: 156 Gramm

Mittwoch, 15. November 2017

Entrümpeln Aufgabe 27: Was ich schon immer reparieren/fertig machen wollte....

Die Tochter hat das Thema "Entrümpeln" wieder mal auf den Plan gebracht und ist mit Aufgabe 27 von Doreen zu unseren Urlaubstagen hier angereist. Da das im Vorfeld angekündigt war, hatte auch ich einen ordentlichen Haufen zum Reparieren/Ändern herausgesucht. Es war eine beeindruckende Erkenntnis meiner Kleiderschrankentrümpelung, dass es erstaunlich viele Sachen gibt, die mich eigentlich glücklich machen, die aber irgendwelche Mängel aufweisen, die bisher beflissentlich ignoriert wurden... Hier hatte ich schon mal von einer nicht gut gelungenen Reparatur berichtet, aber ein einzelner Misserfolg soll uns ja nicht schrecken. Doreen hatte uns jedenfalls eine wirklich spannende Aufgabe ausgedacht! Sie schrieb:
"Drei Dinge, die ihr reparieren oder fertig machen wolltet, und die schon seit Ewigkeiten rumliegen. Und habt ihr da was? Dann weg damit!"
Damit meinte sie eigentlich: "Tonne auf und weg damit." Hier wurde das allerdings anders interpretiert. Das Tochterkind kam mit einem Stapel Shirts und Unterwäsche, wo Nähte nachgenäht werden mussten. Eine der spannenderen Aufgaben war eine ausgefranste Kordel:


Was tun? - Kordel 2 cm weiter oben mit Tesa fest umwickeln, knapp abschneiden, Lederhülle auftrennen, festkleben und wieder zunähen:


Das ist schon mal bestens gelungen.
Auch auf meinem Stoß lagen offene Nähte. Ein Hauch von Sommerkleid, das insgesamt 7 (!) Nahtstellendefekte hatte.


Nun sind alle nachgenäht und es ist gut gelungen. Ein Rock, der neue Gummizüge in der Taille brauchte, der wird mich sicher einen weiteren Sommer glücklich machen.


Und es geht noch weiter mit dem Reparieren! Wenn man sich einmal damit arrangiert hat, dass nicht alles gleich weg geworfen wird.... :-)

Dienstag, 14. November 2017

UFO No. 8/2017 - die Tasche Anna aus SnapPap

Yeah!!! Ich hab's! Das SnapPap wurde zur Tasche..... Dass SnapPap in nassem Zustand weicher ist und sich Taschen dadurch besser wenden lassen, wusste ich schon. Bei der Box hatte ich allerdings eine neue - positive - Erfahrung gemacht: das SnapPap lässt sich auch viel besser in feuchtem Zustand vernähen! Dann kann man es schön biegen, NZG besser umlegen, etc. Und der Nähmaschine schien das nix auszumachen. Das Schwarz färbt beim ersten Waschen ein bisschen ab, dieses hier hat ja aber seine erste Wäsche schon lange hinter sich und deshalb habe ich es gleich noch mal mit Innenfutter im Waschbecken richtig nass gemacht, mit einem Handtuch trocken getupft und los.
Es waren nicht mehr so viele Nähte zu tun. Wäre eigentlich total schnell erledigt gewesen, aber ich hatte schon wieder vergessen, dass die Janome das SnapPap nicht so mag...


Ein Wechsel auf die 55 Jahre alte Veritas war da deutlich erfolgreicher. Für die Trägeraufhängung habe ich das SnapPap einlagig als Schlaufe gelegt, damit es sich am oberen Rand besser (oder überhaupt!) durch die vielen Lagen nähen lässt.


Wenn so ein Projekt so eine lange Pause erlebt, passieren leicht Fehler: ich hatte die Rückseite mit dem eingenähten Klettverschluss nicht  noch mal mit dem Schnitteil verglichen und musste - nachdem ich das Klettband aufgenäht hatte - feststellen, dass sie oben noch zu hoch ist. Deshalb sitzt das Klettband nun ziemlich dicht am Rand, aber das wird hoffentlich trotzdem gut funktionieren.


Das Wenden war trotz Feuchtigkeit eine echt harte Nuss! Die Optik ist tatsächlich lederartig - die Haptik allerdings nicht!


Das Innenfutter...


Nach der Fertigstellung habe ich die immer noch feuchte Tasche heiß gebügelt. Mit dem Ergebnis bin ich erst mal zufrieden. Es ist und bleibt eben Pappe, aber dafür steht die Tasche natürlich prima. Auf der Rückseite die im Schnitt vorgesehene Reißverschlusstasche:


Wie robust das Material tatsächlich ist, wird sich nun bei der Benutzung beweisen. Erst mal zaubere ich nämlich eine Klappe aus dem Ärmel und kann sofort damit los! :-)


Diese Klappe hatte ich vor Jahren als Auswahlmöglichkeit auf dem Orgelbasar dabei, als es eine Anna aus Leinen und Kunstleder gab.... Und nun war diese Klappe eben noch bei mir. Bleibt sie jetzt auch! :-)
Vom Nähkaufhaus kam eine Lieferung, leider, leider war nicht nur Gurtband enthalten, sondern diverser Klimperkram, der im Nähzimmer schon recht knapp war. Neuzugang 621 Gramm:


Und wenn ich jetzt im Nähzimmer Schnipsel finde, kann ich gleich eine Klappe draus nähen...
Fazit: SnapPap ist nicht mein Material. Ich könnte es mir gut vorstellen für Label zum Bestempeln in diesem hellen Braun. Aber ansonsten.... Ein bisschen ist noch da, und Ihr wisst ja - bei mir kommt nichts um! Es wird also schon noch ein bisschen SnapPap geben müssen. Aber neues kommt mir so schnell nicht wieder ins Haus
Im HerbstHandarbeitsbingo gibt es gleich drei Kreuzchen:
C5 - ein UFO beenden
D1 - einen Klettverschluss einnähen
D3 - ungewöhnliches Material verwenden


Gewicht: 439 Gramm
Schnitt: Anna von Frau Machwerk
Außenstoff: SnapPap
Innenstoff: Buttinette - aus dem Bestand
Vlies: H630 auf das Futter gebügelt

PS: ich habe heute nicht nur SnapPap genäht, nein - wir haben fleißig repariert! Davon ein anderes Mal ausführlich...

Montag, 13. November 2017

konspiratives Treffen von SnapPap-UFO und Urlaubstag

Ein Glück! Es gibt Urlaub. Wunderbaren Urlaub - nämlich Mutter-Tochter-Urlaub. Das ist etwas ganz Besonderes, das wir uns, wenn möglich jedes Jahr im November gönnen. Heute habe ich die große Tochter vom Zug geholt. Längst erwachsen und weit weg sehen wir uns nicht so oft. Und darum ist es etwas ganz Besonderes: nur wir zwei, das Nähzimmer, die Plätzchenküche... es wird wunderbar! Dieses Jahr haben wir uns zudem etwas noch viel Besondereres vorgenommen: wir wollen reparieren. Und fertig stellen. Und entrümpeln. Nein, nein - das habe nicht ich vorgeschlagen! Sie entrümpelt nämlich viel besser als ich.... Ich habe im Vorfeld schon mal eine kleine Prioritätenliste für mich erstellt und da steht ganz obenauf ein SnapPap-UFO. Was es nicht alles gibt.... ein SnapPap-UFO! Obwohl... wenn ich mir das so recht überlege, dann ist dieses UFO vielleicht nicht allein auf der Welt - SnapPap......
Dieses UFO wabert schon eine ganz Weile durch mein Nähzimmer, als ich es vor geraumer Zeit in Angriff nehmen wollte, konnte ich die Anleitung nicht finden: nicht im Ordner "Taschen", nicht in meinem Körbchen mit Lose-Anleitungenen.... Plötzlich war sie - rein zufällig - dann doch wieder da. Guckt mal hier, was für eine fürchterliche Versammlung:


Etwas näher:


Ach ja! Da liegt ja im Regal neben der eingemotteten Stickmaschine noch ein Taschen-UFO! Und für genau das hatte ich die Anleitung Anfang des Jahres mal aus dem Ordner genommen.... Dieses Gedächtnis gleicht einem Sieb..... Nun ist also alles wieder gut und es kann losgehen. Das SnapPap ist ja schon ein ganz besonderes Material und an Euren Kommentaren zu meiner Box konnte ich auch deutlich die gespaltenen Meinungen dazu lesen. Der Begriff "veganes Leder" ist für mich persönlich auch völlig daneben. SnapPap kann man mit nichts wirklich vergleichen. Ich habe aber eher die Assoziation zu Pappe als zu Leder....Ich hatte mich allerdings im Herbst 2015 vom Begriff "Leder" verführen lassen und begonnen, eine Tasche Anna nach dem Schnitt von Frau Machwerk daraus zu nähen. Eigentlich nur, weil ich kein "richtiges" schwarzes Leder hatte... :-) Auf dem Nähtreffen in Plön hatte ich angefangen. Und nach Plön hatte ich wohl keine Lust mehr.... Das ist der jetzige Stand:


Hier hatte ich vom Waschen des SnapPap berichtet. Das Material ist fürchterlich steif und das Nähen deshalb kein Vergnügen. Vermutlich darum blieb die Tasche dann ein UFO.... Die Vorder- und Rückseitentasche sind vorbereitet, die Innentasche genäht. Beim Zuschnitt ist ein Trageriemen dabei, aber den werde ich wohl nicht verwenden, da muss ein Gurtband daher, das SnapPap ist mir zu steif.
Warum ich Euch das jetzt hier berichte? Na, damit ich das endlich mache!!!! :-)
Gurtband ist jedenfalls bestellt....
Wenn zwei Personen in einem halben Nähzimmer arbeiten wollen, braucht es Platz und deshalb bekam die Tochter als Erstes mal den Verloseauftrag. Zwei Bewerberinnen gab es für diesen Wollstoff.


Ein beherzter Griff einer jungen Dame:


Nun schicken wir den Stoff an:


Abgang im Nähzimmer: 1.246 Gramm
Und morgen geht es richtig los mit dem Mutter-Tochter-Urlaub, dem SnapPap und dem Reparieren! :-)